Comenius

Fremdsprachen erlernen, europäisch denken und Wege zur Integration gestalten: Dies sind die wesentlichen Möglichkeiten und Kompetenzen, die das europäische Programm für schulische Bildung, Comenius, Lernenden wie Lehrenden gleichermaßen ermöglichen und eröffnen will. Dabei steht insbesondere die Förderung des Fremdsprachenlernens und der Mobilität der Zielgruppen im Vordergrund. Erreicht wird dies unter anderem durch die Förderung von bi- und multilateralen Schulpartnerschaften innerhalb der teilnehmenden Länder. Inhaltlich wird nicht nur der Spracherwerb, sondern es werden auch Lehrmethoden und Formen der Lehrerbildung berücksichtigt.

Am Projekt Comenius sind fast alle EU-Staaten beteiligt. Zur Zielgruppe gehören Lernende und Lehrende aus dem schulischen Bereich: von der Vorschule bis zum Ende der Sekundarstufe II. Neben Schülern, Lehrern und Rektoren sind dies auch Universitätsangestellte, die in der Lehrerbildung tätig sind, sowie Vertreter der Schulbehörde.
Gefördert werden verschiedene Formen der Schulpartnerschaften und des internationalen Austauschs; dabei gliedert sich das Programm in verschiedene Unterprogramme, nämlich in Schulpartnerschaften, regionale Vernetzungen, Assistenzzeiten für Lehrende und in die Lehrerfortbildung.

Für die Einrichtung von Schulpartnerschaften stehen den Schulen Berater zur Seite und es werden auf Antrag EU-Fördermittel vergeben. Assistenzkräfte sollen im Ausland einerseits die eigenen Sprach- und Landeskenntnisse vertiefen und somit ihre eigenen Lehrkompetenzen verbessern; auf der anderen Seite erteilen sie im Gastland Unterricht in der eigenen Landessprache und nehmen an Projekten und fächerübergreifendem Unterricht teil. Auch sie können finanzielle Zuschüsse beantragen. Bei der Lehrerfortbildung steht ebenfalls die Verbesserung von Sprach- und Lehrkompetenzen im Vordergrund und auch hier können pauschale Zuschüsse beantragt werden. Behördenvertreter und Rektoren sind es vornehmlich, die am Programm Comenius-Regio teilnehmen, um Möglichkeiten der Vernetzung verschiedener Regionen zu realisieren.

Comenius setzt also insgesamt auf die innereuropäische Vernetzung von Bildungseinrichtungen im allgemeinbildenden schulischen Bereich. Für die Durchführung und Verwaltung der Projekte ist der Pädagogische Austauschdienst (PAD) zuständig, über den auch die Antragstellung erfolgt. Zudem stehen in den einzelnen Ländern Comenius-Moderatoren als Berater zur Verfügung.