Erasmus

Das Erasmus-Programm ist ein Bildungsprogramm der EU, das vor allem den innereuropäischen Austausch von Studenten und Hochschulmitarbeitern fördert. Verwaltet und durchgeführt wird das Projekt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Als förderungswürdig gelten jedoch nicht nur einzelne Auslandspraktika und Studienaufenthalte im Ausland; auch Projekte und Zusammenschlüsse von Universitäten und Unternehmen der freien Wirtschaft werden unterstützt.

Das Herzstück des Erasmus-Programms bildet die Förderung der Mobilität von Studierenden und Hochschulmitarbeitern. Für Studierende besteht die Möglichkeit, sich während ihres Studiums einen Studienaufenthalt im Ausland, der drei bis zwölf Monate dauern kann, bezuschussen zu lassen. Dieser kann in einem der EU-Mitgliedstaaten sowie weiteren assoziierten Ländern absolviert werden. Für die Dauer des Auslandsaufenthaltes erhalten die Studierenden einen monatlichen Mobilitätszuschuss von bis zu 300,- Euro sowie gegebenenfalls Sonderzuschüsse. Bereits vor der Aufnahme des Auslandsstudiums können die Studierenden an speziellen Intensivsprachkursen teilnehmen.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, ein Erasmus-Auslandspraktikum zu absolvieren. Für die Förderung ist es nicht relevant, ob es sich dabei um ein Pflichtpraktikum oder um ein freiwillig geleistetes Praktikum handelt. Für die Teilnahme am Auslandspraktikum erhalten die Studierenden einen monatlichen Mobilitätszuschuss von bis zu 400,- Euro und bei Bedarf Sonderzuschüsse. Und auch den Auslandspraktikanten wird vorab die Teilnahme an Intensivsprachkursen angeboten.

Doch nicht nur für Studierende, auch für Hochschulmitarbeiter bietet das Erasmus-Programm interessante Fördermöglichkeiten. Auch hier steht die Förderung der Mobilität und des innereuropäischen Austausches im Vordergrund. So können Lehrende an den Projekten zur Förderung der Mobilität zu Unterrichtszwecken teilnehmen, was bedeutet, dass sie eine Gastdozentur an einer europäischen Hochschule übernehmen. Dabei steht speziell der Austausch über Lehrinhalte und -methoden im Vordergrund. Die Lehraufenthalte sind für eine Dauer von maximal sechs Wochen vorgesehen und sollten mindestens fünf Unterrichtsstunden umfassen. Die Förderung bezieht sich auf die Fahrt- und Aufenthaltskosten.

„Mobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken“ lautet der Titel eines weiteren Teilprojektes, mit dem nicht unterrichtendes Hochschulpersonal durch das Erasmus-Programm gefördert wird. Dabei kann es sich um Hospitanzen oder die Teilnahme an Workshops oder Konferenzen handeln. Auch hier werden die Fahrt- und Aufenthaltskosten erstattet.