Leonardo da Vinci

Auszubildende und deren Ausbilder will das Projekt Leonardo Da Vinci ansprechen, das die Zusammenarbeit in der beruflichen Aus- und Weiterbildung innerhalb der beteiligten Länder vorantreiben soll. Durchgeführt wird es von der „Nationalen Agentur Bildung für Europa“, die zum Bundesinstitut für Berufsbildung gehört. Teilnehmern soll es durch das Programm ermöglicht werden, internationale Kompetenzen zu erwerben, Einblicke in Betriebe und Berufsbildungseinrichtungen anderer europäischer Länder zu erhalten und Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben oder zu vertiefen.

Neben der Vermittlung beruflicher Kompetenzen gehört es zu den übergeordneten Zielen des Modellversuchs, den Austausch zwischen den Ländern im Hinblick auf Innovationen und Verbesserungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu fördern. Hierzu gehört auch das Engagement für die Entwicklung eines Kreditpunktesystems und eines gemeinsamen europäischen Qualifikationsrahmens für die berufliche Bildung.
Am Programm teilnehmen können Auszubildende und Ausbilder, Studenten, die ein Betriebspraktikum absolvieren müssen, junge Arbeitnehmer, deren Ausbildungs- oder Studienabschluss noch nicht länger als ein Jahr zurückliegt und Arbeitslose, für die dies ebenfalls gilt. Darüber hinaus gehören zur Zielgruppe Unternehmen sowie Berufsverbände, Kammern und andere Organisationen, die dem Programm als Sozialpartner assoziiert sind. Als förderungswürdig gelten generell Auslandsaufenthalte, sofern sie mit der beruflichen Aus- und Weiterbildung in einem Zusammenhang stehen. Aber auch Projekte, die dem Austausch von Informationen und Innovationen dienen, oder der Aufbau von Partnerschaften und Netzwerken werden gefördert. Dies gilt auch für vorbereitende Maßnahmen, die zu deren Durchführung notwendig sind.

Die Dauer des Auslandsaufenthaltes liegt zwischen drei Wochen und zwölf Monaten; finanziert werden Fahrt- und Lebenshaltungskosten, wobei der Zuschuss in der Regel nicht den gesamten Bedarf abdeckt. Einen Antrag auf Förderung können nur juristische Personen stellen, also Unternehmen oder Organisationen aus dem Bereich Berufsbildung. Von diesen wird ein geeignetes Projekt entwickelt, für das dann Fördermittel beantragt werden können. Für Privatpersonen besteht die Möglichkeit, sich nach entsprechenden Unternehmen umzusehen; hierfür steht unter anderem die Projektdatenbank zur Verfügung, die im Internet abrufbar ist.

Immer mehr Menschen nehmen heutzutage die Beratung in einem so genannten Outplacement Center an. Das heißt, dass hier Menschen geholfen wird, einen neuen Job zu finden. Dabei geht es aber nicht um Leute, die bereits ohne Job sind, sondern um diejenigen, die sich noch immer in einem festen Arbeitsverhältnis befinden. Denn sie können so nahtlos von einer Stelle auf die nächste übermittelt werden, wobei dem Fakt Rechnung getragen wird, dass eine Stelle auch für die Person selbst passend sein muss, nicht nur in Anbetracht seiner Leistungen.