Förderprojekte

Lebenslanges Lernen bedeutet lebenslange Weiterentwicklung. Durch Angebote zum lebenslangen Lernen wird die Integration der verschiedenen Altersgruppen in die Gesellschaft gestärkt. Dies hat auch die EU-Kommission erkannt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, durch europaweite Angebote für lebenslanges Lernen die Integration innerhalb Europas über die Ländergrenzen hinweg zu fördern. Offiziell beginnt das Lernen mit dem Eintritt in die Schule. Das Ende des Lernens ist nicht vom Alter abhängig sondern allein davon, ob noch geistige Aufnahmefähigkeit gegeben ist. Die Lernphasen lassen sich zu Förderungszwecken in vier Abschnitte einteilen: die Schulausbildung, die Hochschulausbildung, die Berufsausbildung und die allgemeine Erwachsenenbildung.

Die EU-Kommission hat diese Einteilung dem Förderprogramm Lebenslanges Lernen zugrunde gelegt, das von 2007 bis 2013 die europabezogenen Bildungsaktivitäten in den Ländern und den grenzübergreifenden Austausch auf allen Bildungsebenen aktivieren soll. Das mit einem Budget von fast 7 Milliarden Euro ausgestattete Förderprogramm gewährt nicht nur Schulen, Hochschulen und Fortbildungsprojekten Beihilfen bei Schüleraustausch, dem Aufbau von Netzwerken und bei der Durchführung gemeinsamer Projekte. Es wendet sich auch an Schüler, Studierende, an Lehrer und an Beschäftigte in Fort- und Weiterbildungseinrichtungen. Bereits die Anbahnung von Kontakten, die zu Austausch oder gemeinsamer Arbeit an Projekten führen sollen, kann auf Antrag gefördert werden.

Bei der Erwachsenenbildung ist insbesondere die Förderung des Austausches im Rahmen von Freiwilligenprojekten für Menschen über 50 erwähnenswert. An dem länderübergreifenden Förderprogramm für Lebenslanges Lernen sind nicht allein die 27 Mitgliedsstaaten der EU beteiligt. Mit Island, Liechtenstein, Norwegen, der Türkei, Kroatien und der Schweiz zeigen weitere Länder aus dem europäischen Umfeld ihr aktives Interesse am lebenslangen Lernen als Ansatzpunkt für Kommunikation, Integration und Austausch von Erkenntnissen.Anträge auf Förderung konkreter Projekte können bei den dafür eingerichteten nationalen Agenturen eingereicht werden. Die Bewilligung erfolgt im Rahmen der dafür eingerichteten Einzelprogramme mit den Namen Comenius (Schulbereich), Erasmus (Hochschulbereich), Leonardo da Vinci (Bereich berufliche Bildung) und Grundtvig (Bereich allgemeine Erwachsenenbildung).